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Danny Reimann *1976 - Eutin

Initiator von www.Den-Kindern-Beide-Eltern.de

 

Aufgrund eines seit 2009 laufenden hochstreitigen Elternkonfliks hat er zu seiner Tochter (geb. 2004) seit Frühjahr 2011 keinen persönlichen Kontakt mehr.

Zu seinem Sohn (geb. 2007) besteht seit Sommer 2015 kein persönlicher Kontakt.

 

Ein Kind kann und möchte sich irgendwann nicht mehr alle zwei Wochen zwischen seinen Eltern entscheiden müssen, wenn diese nicht gewillt sind, auf Elternebene miteinander zusammenzuarbeiten, sondern ihren persönlichen Konflikt auf der ehem. Paarebene offen vor dem Kind austragen.

 

Wenn ein Elternteil seinem Kind diverse Persönlichkeitsmerkmale und "boshafte Taten" des anderen Elternteils impliziert, dass Kind aber bei den Zusammenkünften mit dem "bösen" Elternteil diese Dinge überhaupt nicht erfährt, weiß dieses Kind, dass hier ein Konflikt vorherrscht und es selbst mitten drin steht.

Und jedes Mal bei den Übergaben zum anderen Elternteil muss dieses Kind sich bewusst oder unbewusst wechselnd für eines seiner Elternteile entscheiden und dem Anderen gleichzeitig wehtun.

Und irgendwann zieht ein Kind die Reißleine und positioniert sich um dem Konflikt zu entgehen.

 

Die Kinder S. und F. sollen wissen, dass ihr Papa sie vermisst und um den Zugang zu ihnen kämpft. Sie sollen auch wissen, dass ihr Papa weiß, dass sie sich in einer Situation befinden, in der sie sich von ihm abgrenzen um diesem elterlichen Konflikt nicht mehr ausgesetzt zu sein. Er liebt und vermisst sie. Und er akzeptiert und versteht es, dass die Kinder sich in dieser Situation entsprechend verhalten. Aber er akzeptiert nicht die Tatsache, aus dem Leben der beiden Kinder ausgegrenzt zu werden. Er will Papa sein und sich um seine Kinder kümmern dürfen. Er interessiert sich für sie und möchte an ihrem Leben teilhaben. Er hat die Kinder nicht das Licht der Welt erblicken lassen, um danach selbst entsorgt zu werden. Und das dieses akzeptiert wird, erwartet er von der Mutter der Kinder.    


Ninja Reimann *1983 - Eutin

- Sozialpädagogin -

 

Kinder brauchen natürlich beide Elternteile, denn der Kontakt und Umgang zu beiden Elternteilen stellt ein Schutz-und Resilienzfaktor für die kindliche Entwicklung dar. So weisen die Kinder, die regelmäßigen Umgang mit beiden Elternteilen haben, da sie z.B. das Wechselmodell praktizieren oder weil deren natürlicher Wunsch nach störungsfreiem, regelmäßigen Umgang zum extern lebenden Elternteil nachgekommen wird, ein weniger problematisches Verhalten auf als Kinder, die bei einem Elternteil leben und nur wenig bis gar keinen Kontakt zum zweiten Elternteil haben. Im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen, die keinen Kontakt zu dem anderen Elternteil, meist dem Vater, haben, haben diese Kinder und Jugendliche eine innere (väterliche) Sicherheit, die das Selbstbewusstsein stärkt und für verschiedene Schwierigkeiten und Anforderungen im Kindes- und Jugendalter wappnet. Zudem erlangen die Kinder, die regelmäßigen Kontakt zu dem Vater haben, eine größere Sicherheit in der eigenen Identitätsentwicklung. Ein fehlender Vater beziehungsweise ein (emotional oder physisch) nicht verfügbarer Elternteil kann zu einem inneren Gefühl des Mangels im Kind beziehungsweise im Jugendlichen führen. Das Gefühl eines inneren Mangels führt zu einem instabilen Selbstwertgefühl und im Resultat zu einem erhöhten Risiko zur Ausbildung von psychosomatischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten, die sich bei Jungen in Depressivität oder Aggressionen zeigen und bei Mädchen in schizoiden Rückzugstendenzen, Schulleistungsstörungen oder Frühschwangerschaften (Franz, 2000; 2003).

 

Folgende Variablen können festgehalten werden, die die Entwicklung des Kindes nach der Trennung beziehungsweise Scheidung positiv beeinflussen:

 

- „Interesse der Eltern an einer einvernehmlichen Lösung

- Keine physische Gewalt in der Familie

- Weniger finanzieller Stress der betreuenden Eltern

- Regelmäßige Besuche beider Elternteile

- Weniger Veränderungen wie Umzüge, Schulwechsel,

- Weniger Konflikte zwischen den Eltern.“ (Sünderhauf, 2013, S. 710); Thoennes und Parson, 1990).

 

Die Trennungskinder, die in einem Haushalt mit einem Elternteil aufwachsen, weisen einen erschwerten Zugang zu Bildungs- und Teilhabeangeboten auf, sind -statistisch betrachtet- physisch und psychisch weniger gut entwickelt und angepasst. Das Familienklima ist häufig geprägt von mangelnden finanziellen und emotionalen Ressourcen sowie von Überforderungsgefühlen und Überlastungssymptomen des alleinerziehenden Elternteils. Die Betreuung des gemeinsamen Kindes mit einer regelmäßigen Beteiligung des Vaters könnte die Situation für alleinerziehende Mütter massiv entlasten.

 

Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung findet daher zu wenig Berücksichtigung in der gesellschaftlichen Meinung und in professionellen Handlungsfeldern. Auch die staatlichen Institutionen, beispielsweise Kindergärten, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, benötigen Beratung hinsichtlich der Lebenswelt von Trennungskindern, den damit verbundenen Belastungen sowie hinsichtlich der Chancen, die eine flexibel gestaltete Betreuung der Kinder durch beide Elternteile bieten können.

 

Nicht nur eine Novellierung im Familienrecht würde dem Wandel der Zeit entsprechen, sondern auch eine Erneuerung von Bezeichnungen wie ,,alleinerziehend“ und ,,Ein-Eltern-Familie“. Die Zuschreibung ,,alleinerziehend“, die sich sogar in Anträgen zum Bezug von Sozialleistungen etabliert hat, suggeriert sowohl dem Kind als auch der Mutter und dem Vater, dass aufgrund der Trennung auf Paarebene nur noch ein Elternteil für die Erziehung des Kindes verantwortlich ist. Es würdigt die Erziehungsleistung, wenn vorhanden, des Elternteils herab, nur weil dieser nicht (mehr) im gemeinsamen Haushalt lebt. Eine Bezeichnung wie ,,getrennt erziehend“ verdeutlicht Eltern, Kindern und Sozialpädagogen, dass die Elternebene nicht automatisch mit dem Scheitern der Paarebene endet.

 

Interviewte Trennungskinder äußerten folgende Wünsche und Bedürfnisse an ihre getrennt lebenden Eltern:

 

- Häufiger, regelmäßiger und selbstbestimmter Kontakt zu beiden Elternteilen

- Nähe zwischen den Wohnorten der Eltern

- Flexibler und bedürfnisorientierter Umgang mit dem raum-zeitlichen Arrangement

- Zugeständnis der Eltern, dass die Kinder an beiden Orten zuhause sind

„Raumrechte“ und „Signale des Dazu-Gehörens“

- Eigenständige soziale Kontakte pflegen, an Freizeitaktivitäten teilnehmen können

(Schier, 2014).

 

Die Wünsche der Trennungskinder verdeutlichen, wie wichtig es diesen ist, die Bindung zu beiden Elternteilen weiterhin erhalten und weitestgehend selbstbestimmt gestalten zu können. Das Residenzmodell kann eine gute Betreuungsform für das Trennungskind darstellen, wenn die Elternteile den jeweiligen anderen Elternteil vor dem Kind respektieren und dem Kind die Freiheit lassen über die Frequenz der Umgangsgestaltung unbeeinflusst mitentscheiden zu können, sodass es nicht unter mangelndem Kontakt und mangelnder Fürsorge seitens des anderen geliebten Elternteils leiden muss.


Yvonne Schladetsch *1978 - Malente Psychologische Beraterin

Die Trennung eines Paares sollte niemals auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden. Beide Partner bleiben auch während und nach der Trennung Eltern. Die Kinder lieben beide Elternteile gleichermaßen, sie können sich (im Normalfall) nicht unbeeinflusst gegen bzw. für einen Elternteil entscheiden, diese Beeinflussung entsteht immer bewusst oder unbewusst durch einen der Partner und die weitere Familie. Die Kinder fühlen sich zerrissen, sagen dem fragenden Elternteil jeweils das, was sie glauben, was dieser hören möchte. Ich wünsche mir, dass die Kinder, ohne Druck, einer neutralen Person sagen dürfen, wie sie sich ihre eigene Zukunft mit den Eltern vorstellen, bevor zu einem Elternteil der Kontakt eingeschränkt oder unterbunden wird und somit eine Entfremdung stattfindet.


Douglas Wolfsperger *1957 - Zürich - Vater von Hanna *1998

Die Chronologie meiner Geschichte ist unter "Hintergründe" auf www.der-entsorgte-vater.de zu lesen. Ich kann allen entsorgten Müttern und Vätern raten: Geben Sie niemals auf!


Nadja Macke *1991 - Schleswig-Holstein -

"Jedes Kind hat ein Recht auf beide Elternteile."


Ute Röhrs, *1970 - Soltau - Mutter von zwei Kindern

Ihr Sohn lebt bei ihr.

Durch Manipulationen verweigert der Vater seit mehreren Jahren den Kontakt und Umgang der Tochter zur Mutter.

Ute wünscht sich eine konstruktive elterliche Kommunikation, damit die Kinder nicht mehr unter der Situation leiden müssen.


Michael Wolf, *1963 - Neumünster

"Aufgrund der Tatsache dass nach der Trennung meine Kinder mit ihrer Mutter seinerzeit 650 Kilometer weit weg nach Flensburg zogen, habe ich in Hessen alles aufgegeben und bin nach Schleswig-Holstein gezogen.

Mein Kopf sagte mir damals, dass ich nicht umziehen sollte, denn ich hatte einen guten Job. Aber mein Herz machte mir ganz klar: Du hast Kinder!

Daher bin ich umgezogen. Denn Kinder brauchen beide Eltern! Nun haben wir regelmäßigen Kontakt."


Uwe J. Reimann aus Hohen Neuendorf

"Als Vater lebe ich mit meinem Sohn in einem asymmetrischen Wechselmodell zusammen und strebe ein Wechselmodell mit wöchentlichem Rhythmus an. Betreuung muss VOR Unterhaltszahlung stehen. Allen Kindern BEIDE ELTERN!! Keine Kindesentfremdung mehr! Kämpfen wir für unsere Kinder- alle gemeinsam gegen die kinderfeindlichen Gesetze Deutschlands."